Lesen in der Klosterpresse: Johannes Chwalek mit seinem Roman Gespräche am Teetisch


Lesen in der Klosterpresse: Johannes Chwalek mit seinem Roman Gespräche am Teetisch


Datum: 19.03.2020 Uhrzeit:20:00 - 21:30 Uhr

Veranstaltungsort: Klosterpresse · Paradiesgasse 10 · 60594 Frankfurt am Main

LESEN Rund um den Tisch ist der Titel der Lesereihe im Jahr 2020. 

Johannes Chwalek liest aus seinem Roman Gespräche am Teetisch.

Gewaltorgien und pathetische Reden: Wie passt das zusammen? Wie gelingt es einem Kind, sich mittels Sprache – obgleich in völliger Stille – zur Wehr zu setzen? Es führt Tagebuch: ein Tagebuch im Geiste.

Johannes Chwalek lässt den Protagonisten aus der Ich-Perspektive sprechen, gibt ihm eine Stimme: ein zunächst ungeschriebenes Protokoll der Grausamkeit, Gleichgültigkeit und des Zynismus entwickelt jener Junge aus einer pfälzischen Kleinstadt, während sein Vater vornehmlich an Sonn- und Feiertagen philosophische Weisheiten vermittelt.

STIMMEN ZUM BUCH:

Das Buch lebt ganz und gar vom Stoff, aber auch von der unmittelbaren Direktheit der Darstellung. So bleibt der Text das, was er ist: Ein erschütterndes Dokument und Zeugnis der Kraft der Sprache.

JÖRG MAGENAU, rbbKultur

Die doppelbödige Moral eines scheinbar gutbürgerlichen, geordneten Lebens wird exakt beschrieben, sodass man sich unwillkürlich fragt, ob dieser Roman nicht autobiographische Züge trägt. Welcher Romancier könnte solche Szenen in dieser lebendigen Dichte erdenken und inszenieren? Der Autor zeigt: Häusliche Gewalt ist weder „gottgegeben“ noch blindes, unabwendbares Fatum – sie war und ist: Menschen-gemacht. Und damit veränderbar und abwendbar.

BERNHARD RUPPERT


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